
Das Gründungsjahr des Turnvereins St. Margrethen. Vereinsgründung in einer Zeit, die mit der heutigen nur schwer vergleichbar ist. Es war die Epoche, in der die Rheinnot lähmend auf unserem Tal lag, bis endlich der "böse Vater Rhein" durch die internationale Rheinkorrektion gebändigt wurde. Der Nachtwächter, im Havelock und Schlapphut, mit Stock, Laterne und Feuerhorn machte umsichtig seine Runden im Dorf. Geheizt und gekocht wurde mit Holz, Kohle oder Turben-Torf. Zur Wasserversorgung dienten aus- schliesslich Quell- und Grundwasserbrunnen. Die Feuerwehr bezog das Löschwasser aus dem Rhein, aus Weihern und Bächen. Strassen mit Hartbelägen waren unbekannt. Autos waren absolute Raritäten, Pferdefuhrwerken belebten die Strassen. Staubwolken im Sommer und bei Wind gehörten deshalb zum Dorfbild. Eine gedeckte Holzbrücke, die gegen Bezahlung eines Brückengeldes benützt werden konnte, sicherte den Übergang nach Höchst. Industrieunternehmen waren nur wenige am Platze, hingegen hatten die Viehmärkte im Dorf durch internationale Beschickung eine beachtliche Bedeutung. Die Einwohnerzahl betrug rund 2000 Seelen.
Damit profilierte sich die Sektion, zumindest auf dem Papier, schon nach kurzem Bestehen. Zwischen 1902 und 1927 hat der Verein an 26 Turnfesten teilgenommen, davon waren 5 kantonale (Berneck, Altstätten, Walenstadt, Wil und Rorschach) sowie an den "Eidgenössischen" 1922 in St. Gallen und 1925 nach weiter Reise in Genf. und ohne Überheblichkeit darf festgestellt werden, dass sich die Margrether Turner, sowohl im Einzel als auch im Sektionswettkampfrecht gut schlugen und auf allen Turnplätzen beachtet wurden. Besondere Erwähnung verdient die erstmalige Organisation eines kantonalen Anlasses durch die jubilierende Sektion, nämlich die Übernahme der kantonalen Leichtathletik-Turntage
Licht wechselt mit Schatten. Sorgen hatte der Verein in jener Zeit genug. Allein zwischen 1902 und1930 musste das Turnlokal vier mal gewechselt werden, später dislozierte man gezwungenermassen noch öfters, sodass bereits 1906 Vorstösse für ein eigenes Turnlokal unternommen worden sind. Als Turnlokale dienten: Lindensaal, Rosenbergschulhaus, Schopf beim Weiher, Schopf bei Keller-Mafle, Bahnhofsaal, das alte Freibanklokal zugleich Quarantänestall = Turnschopf an der Dammstrasse! Besonders gravierend war zeitweilig der Mitgliederschwund von durchschnittlich 35 auf 5 im Jahre 1914 wegen Militärdienst, 1918 musste der Turnbetrieb infolge der Grippeepidemie gar gänzlich eingestellt werden.
Damit der alte Turnschopf auch im Winter benützt werden konnte, schenkte die Ortsgemeinde, die der Turnverein seit jeher günstig gesinnt war, ab 1929 jährlich 1 Stammlos für Heizzwecke. Trotzdem wurden die schlechten Verhältnisse durch den kant. Turninspektor öfters gerügt, sicher mit Recht, denn Abgänge von Turngeräten waren immer von Staubwolken gefolgt.
Es war deshalb für die Turner wie ein Geschenk des Himmels, als endlich am 03. Juni 1939 in der Rheinau die erste Turnhalle, die einen solchen Namen wirklich verdiente, eingeweiht werden konnte. Ausserhalb von Förderern aus Turnerkreisen sollen die verdienten Männer genannt sein, Direktor Oskar Mangold, Schulratspräsident, Eugen Tschann, Schulrat, die beide zu Ehrenmitgliedern des Turnvereins ernannt wurden. Ehre dem Andenken dieser beiden Förderer.
Für die Turner begann eine neue Epoche, nun konnten sie erstmals unter normalen Verhältnissen ihren Sport ausüben. Das Markanteste der Jahre 1928 - 1939 war zweifelsohne die Wirtschaftskrise, die unser Rheintal ganz besonders hart traf.
müssen die Kommissionsmitglieder auf die Hälfte ihrer kleinen Entschädigung verzichten; eine Gabensammlung für die Abendunterhaltung kann, da aussichtslos, nicht verantwortet werden; auf die Teilnahme an den Eidg. Turnfesten in Aarau 1932 und 1936 Winterthur musste bedauerlicherweise verzichtet werden. Dann kam 1939 der Ruf des Vaterlandes, die vorgesehenen Turnfeste können nicht stattfinden und das fällige Eidg. Turnfest muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Der Turnbetrieb in der verdunkelten Turnhalle ist stark erschwert, zu viele Absenzen sind, da die meisten Turner unter der Fahne stehen, zu verzeichnen. Um das Funktionieren des Vereins notdürftig garantieren zu können, wurde eine Kriegkommission, bestehend aus drei älteren militärdienstfreien Turnern ins Leben gerufen. Sie taten alles, um den Turnbetrieb einigermassen aufrecht zu erhalten, aber auch 1943 konnte nicht daran gedacht werden, das kantonale Turnfest in Vilters zu besuchen.
nach Beendigung des unseligen Krieges besserte sich die Lage, obwohl die Turnhalle vorerst noch mit Militär belegt war und sich auf dem Turnplatz 10 Zelte des Roten Kreuzes standen, die Flüchtlinge aufnahmen.
Gründung der Männerriege.
führten wir das Rheintaler Bezirksturnfest durch, man sieht, die Turner liessen nicht „lugg“.
Der Gedanke an die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne war erstmals 1939 aufgetaucht, aus den geschilderten Gründen musste auch dieser auf sich warten.
war es dann soweit, zugleich das Hauptereignis des erwähnten Jahres. Die zweite, neue Fahne in der Vereinsgeschichte konnte eingeweiht werden, als Patensektion amtete Berneck. Das grüne Banner, dieses Vereinszeichen erlebte die schönsten Stunden mit uns Turner, kreuzte manchmal als Sieger bei Fahnenläufen das Ziel und senkte sich in schweren Abschiedsstunden auch zum letzten Gruss. 31 Jahre lang tat die Fahne ihren Dienst. Freudig, nach einer vergangen, schweren Zeit feierte der Verein 1952 festlich das fünfzigjährige Jubiläum in vereinsinternem Rahmen.
konnten wir unseren Jüngsten, den Jugendrieglern, anlässlich der Rheintaler Einzelturntage eine neue Fahne übergeben.
starteten wir am Kantonalturnfest in St. Gallen erstmals mit 32 Turnern, übrigens mit bestem Erfolg. 1963 wurden wir Eidg. Turnfestsieger in unserer Kategorie in Luzern, dem sich ein ebenso stolzer Erfolg am Eidg. 1967 in Bern als Gesamtsieger im gemischten Wettkampf anschloss!
konnte die grosse Turnhalle Wiesenau und am 30. Juni des gleichen Jahres unser neuer Sportplatz Rheinau eingeweiht werden. Für die Erstellung der grossen Wiesenau-Halle haben sich Turner in unzähligen Sitzungen und Besprechungen eingesetzt, der Schulbürger hat unsere Bemühungen honoriert. Der Sportplatz Rheinau benötigte viel Fronarbeit, wiederum kam das Initiativkomitee aus unseren Reihen. Es darf sicher erwähnt werden, dass rund 160’000 Franken durch Spenden und Frondienst eingespart wurden.
durfte eine grosse Frauenriege und eine Mädchenriege dem Verein angegliedert werden.
Neben dem eigentlichen Sektions- und Einzelturnen gibt es auch Platz für Spielmannschaften wie etwa die Handballabteilung. 1978 gründete man die Handballabteilung mit einer Damenmannschaft, 1981 folgten die Herren und eine Juniorenabteilung.
gründeten zwei engagierte Frauen in St. Margrethen eine Muki-Gruppe für die 3 - 5 jährigen Kinder.
wurde die Gymnastikgruppe gegründet.
wurde die Jugendkommission (JUKO) gegründet. Die JUKO ist verantwortlich für alle Jugendabteilungen.
Heute wird in 20 Riegen mit ca. 400 Turner(innen) geturnt.
Abendunterhaltung "City Hits"
Plakat Programm
Elvio Bosshart erstellte die erste Homepage
Vom 25. -27. Oktober fand die 100 Jahr Feier des Turnvereins statt.
Freitagabend: Konzert mit den Flying Kotletts
Samstag: Ehemaligentreff und Abendunterhaltung
Sonntag: Frühschoppenkonzert
2004
Abendunterhaltung "Sport-Panorama"
2005
Am 05. Juni fand der Jugitag Kreis Bodensee auf der Rheinau in St. Margrethen statt.
2006
Am 11./12. Februar fanden die Kant. Meisterschaft in Gymnastik und RG in St. Margrethen statt.
26. November
Jubiläumsfeier 30 Jahre Gymnastikgruppe
2007
An der Hauptversammlung vom 02. März wird die Damenriege in die Akitvriege
integriert.
Der Zusammenschluss
fand nach einem Jahr gemeinsamen Trainings statt.
Die Aktivriege und die Männerriege nehmen am Eidg. Turnfest in Frauenfeld teil.
Abendunterhaltung "Filmfestival"
2008
An der ausserordentlichen Hauptversammlung vom 07. November fusionieren
alle Riegen,
es
werden neue Statuten genehmigt. Ein Gesamtvorstand wird in Zukunft den Verein
führen.
Zum
ersten Präsident des Gesamtvereins wird Richard Weibel gewählt.
Organigramm
2009
Die Schweizerischen Testtage Gymnastik fanden zum ersten Mal in der Deutschschweiz
statt
und
zwar am 07./08. Februar in der Rheinauhalle St. Margrethen. Ebenfalls zum ersten
Mal
konnten
wir eine Siegerin stellen, Nadine Wahl im Test 6.
Rangliste
/ Flyer / OK-Mitglieder
Am
11. März fand die erste Vorstandssitzung des Gesamtvereins statt.
Zeitungsbericht
Rheintaler / Zeitungsbericht
Rheintalische Volkszeitung
Im Oktober löst sich die Kunstturnerriege wegen Nachwuchsproblemen auf.
2010
90 Turnerinnen und Turner folgten am 23. April der Einladung zur ersten
Hauptversammlung des
Gesmatvereins
in den Rheinausaal. Einladung
HV / Eingesandtes
Abendunterhaltung mit dem Motto "Zirkus"
Plakat
/ Programmheft
2011
Am 26.02. organisierten wir die Abgeordnetenversammlung des St. Galler Turnverbandes in der Rheinauhalle
2012
Am 4. & 5. Februar organisierten wir die kantonalen Meisterschaften
der Gymnastik und der Rhytmischen Gymnastik.
Plakat
/ Rangliste Gym
/ Rangliste RG /
OK-Foto